zum Inhalt springen

Bremmer-Preis 2010

Auszeichnung Studiengang Architektur

Der renommierte Bremmer-Preis für die besten Arbeiten im Studiengang Architektur wurde in diesem Jahr zum vierzehnten Mal wurde verliehen. Im Rahmen der Positionen-Reihe erfolgte die spannende Preisverleihung, die auch in diesem Jahr der Stifter Professor Gerhard Bremmer in einem vollbesetzten Audimax vornehmen konnte.

Die Jury bestand aus Delia Bassin, Architektin aus Dresden, als externem Mitglied und den Professoren Ronald Scherzer-Heidenberger und Wilfried Mayer sowie dem Preisstifter Gerhard Bremmer. Der Bremmer-Preis ist mit einer Gesamtsumme von 1.500,00 Euro dotiert, die aufgeteilt wird auf die unterschiedlichen Preise. Das Ergebnis: Es gab einen 1. Preis und drei gleichwertige 2. Preise sowie zwei lobende Anerkennungen.

1. Preis für Franco Bastian, Henry Fenzlein, Paul Preller und Katharina Tihl

Das Juryvotum für den 1. Preis ging an die Gemeinschaftsarbeit von Franco Bastian, Henry Fenzlein, Paul Preller und Katharina Tihl, die als Konzeptioneller Entwurf Städtebau bei Prof. Andreas Wolf entstanden ist. Unter dem Titel „Mut zur Lücke“ entstand der Entwurf zu einem Geisteswissenschaftlichen Forum für Naumburg, das gleichermaßen durch die Qualität des architektonischen und landschaftlichen Konzeptes überzeugte. Neben einer sorgfältigen topologischen, gesellschaftlichen und geschichtliche Analyse des Ortes wurde besonders hervorgehoben, dass die geradezu didaktisch dargestellte Entwicklung des Entwurfsergebnisses die Themen des Entwurfs und Formfindungsprozesses in allen Phasen der Arbeit transparent macht. 

2. Preis für Ginny Hänsel, Hedi Hülfenhaus, Andreas Platsch und Paul Zimmermann

Bei den drei gleichwertigen 2. Preisen handelt es sich jeweils um Teamarbeiten. Eine dieser Arbeiten verfasste das interdisziplinäre Team mit den Architekturstudenten Ginny Hänsel, Hedi Hülfenhaus, Andreas Platsch und dem Elektrotechnikstudenten Paul Zimmermann im Fach Lichtdesign bei Prof. Frank Hülsmeier. Anlässlich eines Beitrages für die Fête de Lumière in Lyon wurde zur Erinnerung an die friedliche Revolution vor 20 Jahren eine Lichtinstallation mit dem Titel „Systembruch“ entwickelt und vor Ort realisiert. Bei minimalem Budget wurde der Realisierungsentwurf in der vorgegebenen baulichen Situation, einem Eckgrundstück zwischen zwei mehrgeschossigen Gebäuden mit gestaltlosen Fassaden, zu einer „sprechenden“ Lichtdramaturgie.

2. Preis für Patrick Bedarf und Stefan Huth

Einen weiteren 2. Preis erhielten Patrick Bedarf und Stefan Huth für ihren konzeptionellen Entwurf, der wiederum bei Prof. Frank Hülsmeier entstanden ist. Der Titel der Arbeit “Param I.D.” verweist auf die Entwurfsmethodik, die insbesondere auf die digital generierten Formen setzt und dies für ein hochkomplexes Gebiet im städtebaulichen Entwurf anwendet. So entstanden eigenständig entwickelte „Versuchsreihen“ zur Überprüfung unterschiedlicher Entwurfsthesen, die zugleich einen selbstkritischen Blick auf das Ergebnis des Entwurfsprozesses einbezogen.

2. Preis für Desirée Maas und Dorothea Vetters

Einen 2. Preis erhielt auch das Team mit Desirée Maas und Dorothea Vetters für ihre Baukonstruktions-Aufgabe aus dem 1. Semester bei Prof. Anthusa Löffler. Der Entwurf „Zwischen den Riesen“ überzeugte die Jury sowohl in der klaren konstruktiven Durcharbeitung als auch in der qualitätvollen Darstellung in Form handgezeichneter Pläne, die unabhängig von den CAD-Arbeiten eine eigenständige Ästhetik aufweisen.  

Lobende Anerkennungen für Nils Bergner und Dorothea von Rotberg

Zwei lobende Anerkennungen erteilte die Jury: Für seine Arbeit „Der Fall des Kreuzes“ wurde Nils Bergner ausgezeichnet, die bei Prof. Andreas Wolf im Rahmen des kontextuellen Entwurfs entstand. In einer konsequenten räumlich-dreidimensionalen Entwicklung wird das Kreuz als religiöses Symbol im Prozess der Verformung zu einem Bauwerk mit sakraler Bedeutung. Auch Dorothea von Rotberg lieferte einen ausgezeichneten Beitrag für die Landesgarten Aschersleben 2010 im Rahmen des Faches Hochbaukonstruktion bei Prof. Anthusa Löffler.Eine überdimensionale Zwiebel als skulpturales Objekt gestaltet, gewinnt Symbolwirkung und erzeugt in ihrer materiellen Ausbildung den Dialog von Betrachter und der ihn umgebenden Natur.

Professor Bremmer bekräftigte, dass die Tradition des studiengangsinternen Wettbewerbs auch weiterhin aufrecht erhalten bleiben soll, so dass sich die Architekturstudenten auf den nächsten Bremmer-Preis freuen können, der dann zum fünfzehnten Mal verliehen wird.

Prof. Dr. Annette Menting

Letzte Änderung: 13.5.2015
Logo: Member of European University Association   Logo: Zertifikat seit 2010 audit familiengerechte hochschule   Logo: Mitglied des Best Practice-Clubs Familie in der Hochschule   Logo: Deutschland STIPENDIUM wir sind dabei   Logo: WELTOFFENE HOCHSCHULEN – GEGEN FREMDENFEINDLICHKEIT   Logo: Metropolregion Mitteldeutschland