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Bazar der Kulturen

House in the Future-Lighthouse Competition

Bazar der Kulturen

Diplomandin:
Lisa-Maria Victoratos
Betreuer:
Prof. Anthusa Löffler
Prof. Andreas Wolf

Erläuterungsbericht:

Das „House in the Future“ ist in der Hafenbucht von Haydarpasa, Istanbul. An der Schnittstelle zwischen Orient und Oxident bildet der Entwurfprogrammatisch einen Hybrit aus Funktionen der Bereiche Wissen, Kultur und Kommunikation.

Das Gebäude soll als ein öffentlicher Ort interkulturellen Austausches für internationale Organisationen, Studenten und Bewohner der Stadtverstanden werden.

Die Kultur des Landes, der Gedanke eines gemeinsamen Kulturellen Zentrumsim Schnittpunkt Europas und Asiens werden in diesem Projekt architektonisch artikuliert. Attribute des islamischen Kulturraums wie: traditionelle Ornamentik,Schrift, und Architektur werden verbunden mit Ideen der Moderne. Als Gleichnis hierfür steht die fraktale Struktur füt die Komplexität, das scheinbare Chaos und die Selbst-Ähnlichkeit von Lebenswirklichkeiten.

Der Prozess der hier beschritten wurde zeigt die Transformation einer mathematische Struktur in eine scheinbare Ornamentik und deren Verwirklichung im architektonischen Raum. Das fraktale Prinzip als Teil der Chaostheorie steht indiesem Projekt stellvertretend für unsere Wirklichkeitserfahrung.

Dies finden wir wieder in der Geschichte des Kulturraums, in der städtebaulichen Entwicklung der Stadt Istanbul, bis hinein in die kleinsten sozialen Strukturen eins Stadtteiles und deren Akteure. Der Bazar als Schmelztiegel undVerwirbelungspunkt aller Akteure ist in meinem Projekt Symbol und kleinste gemeinsame Schnittstelle.

Gebäudebeschreibung:

Auf der Kreuzung, der Schnittstelle einer fraktalen Struktur entsteht das Gebäude als Ergebnis der Überlagerung von vier symbolischen Hauptrichtungen, Asien, Europa, Afrika und der arabischen Welt.

Am Schnittpunkt entsteht das Gebäude analog der fraktalen Struktur. Das fraktale Ornament wird zum dreidimensionalen Raum. Als Solitär ist das Objekt gleichermaßen im städtebaulichen Kontext verwurzelt, wie es auch als Symbol und Keimzelle für die zukünftige städtebauliche Umgestaltung steht.

Nicht zuletzt steht es für die Sichtbarwerdung der kulturellen Identität des asiatischen Teils Istanbuls und bildet ein modernes Gegengewicht zum historischen europäischen Teil.

Lichtkonzept:

Ziel meines Lichtkonzeptes ist es einerseits die fraktale Struktur (nach dem vollzogenen Systembruch), welche dem Gebäude zu Grunde liegt in der Fassade aufzuzeigen und diese als gestaltendes fraktales Ornament zu nutzen.

Wichtigster sowohl gestaltender wie auch inhaltlicher Punkt meines Entwurfes ist die sich vollziehende Transformation des Fraktals durch das Thema Licht.

Das bei Tage in das Gebäude einfallende Licht, oder das bei Nacht, aus dem Gebäude ausfallende Licht führt dem Entwurf eine weitere Stufe der Komplexität,welche auch hier als Symbol zu betrachten ist, hinzu.

Die fraktale Struktur wird durch das Tageslicht oder die Beleuchtung im Inneren zu scheinbar chaotischen Lichtfragmenten und auch Lichtfraktalen auf Boden oder Wände projiziert.

Dadurch findet eine nicht steuerbare oder beeinflussbare Gestaltung und Transformation im Gebäude statt welche ich nicht nur wieder gespiegelt in mathemathischen Grundlage der Fraktale sehen sondern auch als wichtigen Einflussfaktor auf unsere Lebenswirklichkeit und Wirklichkeitserfahrung sehe.

Außerdem sehe ich diese nicht steuerbare Form der Gestaltung in sämtlichen Strukturen um uns. Dem Urbanen Raum, dem Bazar oder der Kultur.

Lisa-Maria Victoratos

Letzte Änderung: 27.11.2013
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