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Pier Museum - Miami 2009

Pier Museum _ Miami Beach

Museum für Immigration  

Das  Ziel des selbst gewählten Themas der Diplomarbeit bestand in der Entwicklung eines neuartigen, lebendigen Museums _ eine Begegnungswelt

Die Immigration wird immer stärker zu einem zentralen Thema der Zukunft und für die Globale Entwicklung. Weit über 70% der heutigen Bevölkerung Miamis sind Einwanderer. Die Stadt Miami Beach mit der großen Agglomeration ist- nur vergleichbar mit internationalen Metropolen, aber auf kleineren Niveau- eine kleine kosmopolitische Weltstadt geworden. Daher ist es sehr bedeutend mit einer festen Institution in der Gesellschaft das Bewusstsein und das Wissen zum weitläufigen Themenbereich der Immigration öffentlich zu fördern und selbstkritisch zu hinterfragen.  

Das informativ - unterhaltsam gestaltete Ausstellungskonzept dieses Erlebnismuseums vermittelt den Besuchern das globale Phänomen der Immigration mit speziellen Fokus auf ein neues Miami, auf lebendige und interaktive Weise. Es ist nicht nur eine architektonische Sehenswürdigkeit sondern auch ein signifikanter Anfangspunkt welcher die neue urbane Dynamik der Stadt und somit den Beginn des 21. Jh signalisiert.

Der skulpturale Neubau imponiert die Wasserlage des Museumsgrundstücks durch ein subtiles Spiel mit der Wasserlinie. Dabei werden städtebauliche Bezüge aus der angrenzenden Quartiersbebauung und dem übergeordneten Straßennetz aufgenommen und in eine expressive Weg- Raum- Folge übersetzt, deren Verlauf sich jeweils in Geometrie, Funktion, Material und Farblichkeit auf die vorgelagerte Meeresfront bezieht.

Das Museum soll durch seine Form bewusst Interesse wecken, anziehen und hinterfragen. Durch das in das Gebäude führende Wasserbecken wird auf besondere Weise die  Grenze zwischen öffentlichen und privaten Bereichen geschaffen ohne eine scharfe Grenze zu ziehen oder zu verbauen.

Innenräumlich entfalten sich die Themenräume in chronologischer Reihung und führen auch >> unter Wasser <<, doch wird die Inszenierung von >>Angsträumen<< vermieden.

Das Basement des Museums unterteilt sich in zwei Bereiche. Zum einen in das Forum Immigration und zum anderen das Forum Weltkulturen und schafft so ein Standbein für den Kosmos des Museums - die Erfahrbarkeit. Klar und durchaus heiter bleibt die räumliche Inszenierung und gibt dem kritischen und häufig auch schmerzhaften Blick zurück in die Migrationsgeschichte einen aufgeklärten und bewusst abstrahierten Rahmen.

Kathleen Kunz

Letzte Änderung: 27.11.2013
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