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Neubau einer Förderschule auf dem Areal des Schlosses Schönefeld

1. AUFGABENSTELLUNG
Wege und Möglichkeiten für den Neubau der Förderschule in dem Schlossareal sollen untersucht und erörtert
werden.
Dabei steht vordergründig die behutsame Integration des Neubaus in das bestehende Schlossareal.
Die Architektur des Neubaus soll der berechtigten Dominanz des Schlosses keinen Abbruch tun, selbst aber
auch kein profaner Zweckbau sein.
Sie soll die räumlichen Defizite beheben, dass Schloss an Unterrichtsräumen entlasten und die Außenstelle in
der Robert Blum Straße 17A räumlich in die Schule wieder einfügen.
Für die zukünftigen 12 Klassen (6‐8 Schüler) mit Unterrichts‐, Werk‐ und Therapieräumen ist von ca. 1900m²
auszugehen. Davon könnten wiederum ca. 680m² im Schloss eingeplant werden.
Mit erforderlichen Neben‐, Sänitär‐ und Verkehrsflächen erhöht sich der Raumbedarf auf ca. 2500m².
Im Zuge des Abrisses einiger minderer Gebäude und der neuen Erschließung ergibt sich auch wieder die
Möglichkeit, den Hof des Schlosses als solchen wahrzunehmen und zu gestalten. Zurzeit ist der Hof ein “wilder“
Parkplatz.
Das Raumprogramm orientiert sich an den Richtlinien des Musterraumprogrammes für den Schulhausbau von
Förderschulen im Freistaat Sachsen. Es weicht gegebenenfalls aufgrund der unterschiedlichen Bedürfnisse der
Förderschulen jedoch ab.
Eine zentrale Heizungsanlage für das Schloss und den Neubau wäre aus Kostengründen erstrebenswert. Ein
kostengünstigeres, umweltschonenderes und flexibleres Heizungssystem als die momentane Ölheizung sollte
für die Gesamtanlage angedacht werden. Dies kann in Verbindung mit regenerativen Energieerzeugern
geschehen.
Das Schloss soll auch künftig der Zentrale Ort auf dem Areal und für den Verein Schloss Schönefeld e.V. sein.
Veranstaltungen und Unterricht werden auch in Zukunft hier stattfinden.
Der Öffentlichkeit soll das Schloss weiterhin außerhalb der Unterrichtszeiten offen stehen und wenn möglich
auch stärker in das Alltagsleben des Ortsteiles Leipzig‐Schönefeld einbezogen werden.

2. ERLÄUTERUNG ZUM ENTWURF

  • Wiederherstellung und bauliche Schließung der 4‐seitigen Anlage
  • Stärkung des Areals mit dem Schloss als zentralen Mittelpunkt
  • Landschaftliche Verbindung vom Schlosspark zum alten Dorfkern

  • Untersuchung möglicher Schulbautypen auf dem Areal
  • Schließung und Stärkung der Anlage durch Einbringung des Neubaus in die Bauflucht der Orangerie
  • Linearer Typ orientiert sich nach zwei Seiten, zu einem öffentliche (Hof) Raum und einem privaten (Garten) Raum
  • Zentraler Typ, Gedanke der Nutzungszentrierung in einzelne Gebäudekörper
  • Verknüpfung der beider Typen

  • Lineare Struktur wird durch Aufweitung des Flures aufgelöst und in Gemeinschaftsbereiche gelenkt
  • 12 Klassen mit ihren Neben‐ und Fachräumen teilen sich auf drei zusammenhängende Gebäude auf
  • die Gemeinschaftsbereiche können als Gruppenraumerweiterung dienen sowie als Aktions‐ und Kommunikationszone für die ganze Schule fungieren
  • Sichtbeziehungen über die Aktions‐ und Kommunikationszonen verbinden den Schlosshof mit dem Garten
  • die Bewegungshalle und das Therapiebad sind im Erdreich eingegraben und schieben sich als Hügel aus der Landschaft heraus
  • Somit besteht Dynamik und Bewegung nicht nur in der Funktion
  • die Hügel bilden eine Einheit mit der Parklandschaft welche durch die Erweiterung der Vegetation noch verstärkt wird
  • Umnutzung des ehemaligen halb eingegrabenen Kartoffelkellers zu einem Blickgeschützen Parkplatz
  • ruhige und behutsame Gestaltung des Schlosshofes, welcher in Zukunft als Pausen‐ und Veranstaltungsbereich für die Schule und die Öffentlichkeit genutzt werden soll
  • Erschließung des Neubaus durch die ehemalige Tordurchfahrt in der Orangerie
  • klare geradlinige Erschließung im Inneren der Schule
  • kurze Wege zwischen Klassenräumen und Therapie‐ sowie Fachräumen ermöglichen eine optimalere Ausnutzung der Unterrichtszeit
  • eine ausreichende Anzahl von Sanitärräume ermöglicht vielen Kindern ihren Körper ohne Windel wahrzunehmen und verhindert das Schlange stehen zu Stoßzeiten
  • aus ökologischen und ökonomischen Gründen ist die Schule im Passivhausstandart ausgeführt
  • mittels einer Photovoltaikanlage und der Erdwärmenutzung werden die Räume beheizt, gekühlt und belüftet

Sven Pfenningsdorf

Letzte Änderung: 27.11.2013
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