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Kletterhalle für Oschatz

Kletterhalle für Oschatz  

Diplomandin:  
Mandy Herold 

Betreuer:
Prof Frank Hülsmeier
Prof. Ingo Andreas Wolf    

Entwurfsidee:  
Auf dem ehemaligen Steinbruchgelände in Altoschatz, einem südlichen Stadtteil von Oschatz, einer 15.000 Einwohner Gemeinde im Herzen von Sachsen, soll ein Kletterpark mit Kletterhalle entstehen.
Idee war dabei eine Kletterlandschaft auf dem Grundstück zu entwickeln, die es ermöglicht sowohl an der 19m hohen Steilwand zu klettern, als auch an künstlich geschaffenen Kletterwänden. Dies sollte aber auch an Tagen mit schlechter Witterung möglich sein, schließlich geht man deshalb in eine Kletterhalle. Aber der Eingriff sollte so gering wie möglich gehalten werden, um die Natur des Steinbruches nicht zu stören.
Das Gebäude setzt sich aus 2 Teilen zusammen. Zum einen die eigentliche Kletterhalle und ein Geschoss, welches die Funktionen wie Umkleiden, Klettershop und Café beinhaltet. Dabei scheint das Funktionsgeschoss über der Halle und dem Steinbruch zu schweben. Die Halle selbst bekommt eine leicht geschwungene Fassade aus ETFE-Folienkissen, die wie ein Vorhang in großen Teilen geöffnet werden kann. Dahinter stehen die Klettertürme wie Skulpturen und warten darauf erklommen zu werden.
Das obere Geschoss erreicht man indem man sich wenige Meter in den Felsen begibt und durch einen im Felsen verlaufenden Aufzug nach oben fährt. Das Obergeschoss ist in 2 Bereiche geteilt. Zum einen sind an der nördlichen Seite alle Funktionsräume wie Umkleiden, WC und Büroräume untergebracht. Der restliche, überwiegende Teil des Geschosses stellt das offen gestaltete Café dar. Diese offene Gestaltung bei Spannweiten von 27 bzw. 45m ist durch den Einsatz von geschosshohen Vierendeelträgern (Rahmenwerk mit biegesteifen Ecken) möglich. Hier sind nur die Bereich der Küche und der Klettershop separat vom Gastraum durch eingestellte Objekte abgeteilt. Einen kleinen Teil kann man zu Seminaren etc. aber auch durch eine mobile Wand abtrennen. Durch einen 10 x 20m großen Glasboden kann man das Geschehen in der Kletterhalle vom Café aus beobachten.
Das Lichtband in der Fassade sorgt außerdem für ausreichend Belichtung im Innenraum. Die Fassade besteht aus einer Kunststoffverkleidung, welche im Bereich der Fenster als Gittergewebe ausgebildet ist. Dadurch wird die Scheibenwirkung des schwebenden Geschosses noch verstärkt.

Mandy Herold

Letzte Änderung: 27.11.2013
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