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Erfolg für HTWK Leipzig im „Zwanzig20“-Programm

HTWK Leipzig als Konsortialpartner an zwei erfolgreichen Initiativen im „Zwanzig20“-Programm des BMBF beteiligt

19.07.2013, Verfasser: Referat Forschung

Wissenschaftler der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) sind an zwei der insgesamt zehn erfolgreichen Konsortien beteiligt, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des „Zwanzig20“-Programms von 2013 bis 2019 mit insgesamt 500 Mio. Euro fördert: Zum einen am von der TU Dresden geführten Zusammenschluss „C3 – CARBON CONCRETE COMPOSITE“ und zum anderen an „HYPOS“, das vom Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM Halle geleitet wird. Die Beteiligung bedeutet, dass mehrere Teilprojekte von Forschern der HTWK Leipzig bearbeitet werden. Das „Zwanzig20“-Programm des BMBF soll Forschung und Wirtschaft in den neuen Bundesländern stärken und ist Bestandteil des bereits seit mehreren Jahren bestehenden Programms „Unternehmen Region“.

„Dass unsere Forscher in den Projektverbünden aus vielen hochkarätigen Partnern beteiligt sind und wichtige Teilvorhaben durchführen werden, zeigt die in den letzten Jahren gewachsene Forschungsstärke der HTWK Leipzig. Beide Projekte haben mit Bauen und Energie zu tun – gerade in diesen Bereichen gibt es bei uns vielfältige Kompetenzen. Als Profillinie ‚Bau&Energie‘ ist dieses Themenfeld Teil unserer gezielten Hochschulentwicklung“, so Professor Markus Krabbes, Prorektor Forschung an der HTWK Leipzig.

Im Konsortium „C3 – CARBON CONCRETE COMPOSITE“ (Carbon-Beton-Verbundwerkstoff) arbeiten die Projektpartner an der Entwicklung einer umwelt- und ressourcenschonenden Alternative für den häufig verwendeten Stahlbeton: Mithilfe von Carbon soll der Stahlanteil im Beton gesenkt werden. „Dadurch sinkt der Ressourcen- und Energieverbrauch bei der Herstellung von Bauwerken aus Beton. Es werden architektonisch und ästhetisch neuartige schlanke Konstruktionen möglich, die zugleich Funktionen wie Heizen und Beleuchten übernehmen“, so Professor Frank Hülsmeier (HTWK Leipzig), Leiter der Forschergruppe energiedesign an der HTWK Leipzig. „Durch den intensiven Kontakt unserer Forschungsgruppe zu den Kollegen der TU Dresden sind wir sehr gut in verschiedene Bereiche des Vorhabens eingebunden. Dieses zukunftsweisende Thema wird beide Hochschulen in den nächsten sechs Jahren in der Profilierung ihrer Forschungsaktivitäten weiter voranbringen“, so Alexander Kahnt, Mitglied der Forschergruppe energiedesign.

Das zweite Projekt, an dem die HTWK Leipzig beteiligt ist, heißt „HYPOS“ (Hydrogene Power Storage & Solutions East Germany). Das Ziel dieses Projektkonsortiums ist die Entwicklung von Technologien und Abläufen, um den „überschüssigen“ Strom aus erneuerbaren Energien in Wasserstoff umzuwandeln, unter Nutzung der Erdgasinfrastruktur speicherfähig zu machen und damit einer gezielten Verwendung zuzuführen. Eine Projektgruppe um Prof. Dr.-Ing. Michael Kubessa von der Fakultät für Maschinenbau und Energietechnik wird unter anderem zur Entwicklung effizienter und innovativer Energieversorgungssysteme für den kleinen bis mittleren Leistungsbereich sowie zur Erstellung von Energiekonzepten speziell für dezentrale Bedarfsstrukturen (etwa in Kommunen) forschen.



Ansprechpartner:
Prof. Dr.-Ing. Markus Krabbes, Prorektor Forschung der HTWK Leipzig, Telefon: +49 341 3076-6316, E-Mail: prorektorw (at) htwk-leipzig.de



Pressekontakt:
Stephan Thomas, Forschungskommunikation, Tel.: +49 341 3076-6385, stephan.thomas (at) r.htwk-leipzig.de

 

 

Hintergrund:
Förderprogramm „Zwanzig20“ des BMBF
Mit dem neuen Förderprogramm will das BMBF dem Innovationsprozess in Ostdeutschland wichtige neue Impulse geben. Bis 2019 werden 10 Forschungsvorhaben mit insgesamt 500 Millionen Euro gefördert. Das Besondere ist, dass die Anträge von „Konsortien“ zu stellen sind: Zusammenschlüsse von Akteuren aus Wirtschaft und Wissenschaft, aus verschiedenen Organisationen, wissenschaftlichen Disziplinen und Branchen. Sie sollen interdisziplinär neue Lösungsansätze  für ein zukunftsrelevantes Thema von hoher volkswirtschaftlicher Relevanz erarbeiten. Insgesamt hatten sich 59 Konsortien beworben, 19 waren in die Endauswahl gekommen.
Mehr: www.unternehmen-region.de/zwanzig20

Letzte Änderung: 7.12.2015
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